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Kisch & Co bleibt!

Mieten, Wahlkreis

Die Traditionsbuchhandlung Kisch & Co in meinem Wahlkreis in Kreuzberg ist von Verdrängung bedroht. Durch komplizierte Firmengeflechte wird verschleiert, wer der Eigentümer ist. Gemeinsam mit Hans-Christian Ströbele MdB a.D. fordere ich die vorgeblichen Eigentümer*innen auf, die Verhandlungen über die Fortsetzung des Mietverhältnisses aufzunehmen.

Bereits vor drei Jahren kämpfte die Buchhandlung gegen ihr Aus, weil eine horrende Mietsteigerung verlangt wurde. 2017 gelang die Einigung mit dem damaligen Eigentümer des Hauses, auch durch die breite Unterstützung und Solidarität durch die Nachbarschaft und der Kund*innen. Jetzt ist der kleine, inhabergeführte Laden erneut von Verdrängung bedroht. Nach einem Eigentümerwechsel Anfang dieses Jahres sollte der bestehende Mietvertrag nicht verlängert werden.

Dies würde nach 23 Jahren das Aus für diesen im Kiez und darüber hinaus geschätzten Buchladen zum 31. Mai zur Folge haben. Über den Anwalt der Eigentümer*innen wird derzeit versucht, eine neue Vereinbarung zu treffen. Um dies zu unterstützen und um die neuen Eigentümer*innen an ihre soziale Verantwortung zu erinnern, habe ich gemeinsam mit meinem Vorgänger Hans-Christian Ströbele an Sigrid Rausing geschrieben, vorgeblich eine der Anlegerinnen des Immobilienfonds aus Luxemburg und Enkelin des Tetra-Pak-Gründers Rausing aus Schweden:

Wir appellieren an Frau Rausing, als Verlegerin und Gründerin einer Wohltätigkeitsstiftung, dass sie sich ebenfalls für den Erhalt der Buchhandlung einsetzt und ihren Einfluss geltend macht, damit dieser einen neuen und fairen Mietvertrag erhält. Denn durch ihr Investment hat auch Frau Rausing eine Verantwortung für den Buchladen und die dort arbeitenden Menschen übernommen.

Für Thorsten, Inhaber von Kisch & Co, steht seine finanzielle Existenz auf dem Spiel. Genauso bedroht sind die Mitarbeiter*innen des Ladens, die in eine ungewisse Zukunft blicken und im Falle einer Räumung arbeitslos würden. Auch für den Kiez wäre das Aus der Buchhandlung ein herber Verlust, denn er ist über die Jahre ein fester Teil der Nachbarschaft und zu einer sozialen Institution geworden.

Unsere Buchhandlung braucht jede Unterstützung, die sie bekommen kann. Ich bin gerne bereit, sie auf dem Weg zu einem fairen Vertrag zu begleiten und auch als Mediatorin zur Verfügung zu stehen.

Hier mein Aufruf zur Solidarität mit der Buchhandlung Kisch & Co, gemeinsam mit vielen weiteren Unterstützer*innen (auch zu finden auf Youtube):

 

Mittlerweile sind die Verhandlungen mit der Gebäude-Eigentümerin gescheitert, denn sie führten zu keinem für die Buchhändler*innen annehmbaren Ergebnis. Der Buchladen ist seit dem 1. Juni ohne Mietvertrag. Somit geht der Kampf gegen Verdrängung in eine neue Runde. Am 24. Juni gibt es ab 18.30 Uhr eine Soli-Aktion vor dem Buchladen. Kommt vorbei!